Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Centrino] Undervolting unter Suse ?
Hi!
Ist es unter Suse Linux auch möglich den Pentium M wie unter Windows zu undervolten? Ich habe bei Gentoo nur was von Kernel neukompilieren gehört :confused: ...
Danke schonmal!
Ciao,
Michael
ftranschel
17.11.05, 22:23
Generell kann man das auch unter Linux machen, aber du hast sicher Verständnis dafür, dass *keine* Distribution da ein Tool mitliefert, da es ein a) sehr ungewöhnliches und b) relativ unsicheres[1] Unterfangen ist einen Mobilprozessor zu retakten. Da bleibt dir also nur, das Tool selbst zu schreiben oder in einschlägigen newsgroups zu schauen.
[1] Ja, ich weiß, dass er im schlimmsten Falle halt ausgeht, aber man kann mir erzählen was man will, ein ausserhalb der expliziten Spezifikation betriebener Prozessor lebt nicht so lange wie normal zu erwarten wäre.
...aber man kann mir erzählen was man will, ein ausserhalb der expliziten Spezifikation betriebener Prozessor lebt nicht so lange wie normal zu erwarten wäre...
Falsch, das gilt nur für übertaktete CPUs, nicht für untertaktete/undervoltete CPUs.
So, ich habe nun eine Lösung gefunden meine Cpu-Werte auch unter Suse anzupassen. Das Ganze ist erheblich (!) komplizierter als NHC zu installieren. Die Werte aus NHC werde hier ebenfalls benötigt um die passenden Spannungswerte einfach herauszufinden.
Im Endeffekt läuft es darauf hinaus den Kernel neu zu kompilieren (vielleicht war das auch ein Schritt zuviel, bin nicht sicher)und die Werte bei jedem Neustart automatisch per Skript in init.d (klappt noch nicht) schreiben zu lassen.
Sollte das jemanden interessieren, wie ich dahingekommen bin bzw. welche Quellen ich benutzt habe (sollte auch mit anderen Distris klappen), so melde er sich hier!
Ciao,
Micha:)
ftranschel
21.11.05, 20:46
Ja, bitte schreib am besten ein HowTo und teile deine Erkenntnisse.
@ Nordwald: Wenn die Spannung zu niedrig ist, dann werden die Schaltungen unzuverlässig, was den Endeffekt hat, dass der Prozessor _aus_geht. Das allein klingt nicht böse, und ist auch nict böse, aber mit der Zeit geht die CPU daran auch kaputt.
@ftranschel: Die CPU geht daran mit Sicherheit nicht kaputt, da kein Hardwareschaden dadurch entstehen kann. Selbst die Notebookhersteller raten teilweise zu NHC unter Windows, um z.B das Fiepen im Akkubetrieb leiser zu bekommen (z.B bei Thinkpads).
Gruß Andi
Du musst auf jedenfall den Kernel mit dem phc-patch patchen und dann neukompilieren. Allerdings ist der Gewinn dadurch eh ziemlich gering. Es gibt zig andere Möglichkeiten wie man unter Linux besser Akkulaufzeit gewinnt.
Und es ist eine Tatsache, dass dabei ein Hardwareschaden entstehen kann. Zugegeben ist die wahrscheinlich doch ziemlich gering.
So gering finde ich die Vorteile nicht - egal, ob unter Windows oder Linux. Von Schäden vom Undervolting habe ich hier, noch woanders etwas zu lesen bekommen, noch in meiner Umgebung mitbekommen - und da wird Undervolting wie verrückt betrieben. Mögliche Schäden sind sogar höchst abwegig, die Möglichkeit ist eine höchst theoretische Möglichkeit, die sich allenfalls jenseits der Möglichkeiten ergeben mag, in denen man innerhalb der Spezifikationen normalerweise arbeitet; also keine Tatsache im allgemeinen Sinne, sondern eher eine Möglichkeit... theoretisch. In der Regel ist es aber eine Mär, die technisch der realen Grundlage entbehrt. Was tatsächlich vorkommen kann: bei allzu minderer Spannung kann es zu Schalt/rechenunregelmäßigkeiten kommen. Diesen kann aber vorgebeugt werden, indem man es schlicht austestet, ggfs. die Spannung für die entsprechende Taktstufe wieder etwas höher setzt... Nur durch Schaltungen, die nicht geschehen, weil der Saft fehlt, geht nichts kaputt. Mehr Saft drauf und es funktioniert wieder bestens...
Dazu folgendes zu lesen...
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar]
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar]
Die Vorteile sind ansonsten manigfaltig: teilweise bis zu einer dreiviertel Stunde längere Akku-Arbeitszeit, kühler arbeitende CPUs, was auch bedeuten kann, dass z.B. wesentlich seltener der Lüfter anspringen und stören muss. Der allgemein geringere Stromverbrauch auch im Netzbetrieb mag unerheblich sein, sollte aber erwähnt werden.
Das Ziel des Undervoltings kann ansonsten unterschiedlich angegangen werden. Für Windows gibt es einschlägige Programme, für Linux muss man nur mal die Stichworte 'Linux, Undervolting' in eine Suchmaschine eingeben. Angefangen von Kompilierungserklärungen für den Kernel bis hin zu einzelnen Scripten, die eingebunden werden können, gibt es unterschiedliche Ansätze, die mal mehr, mal weniger zuverlässig sind.
Ausprobieren, selber ranwagen. Nicht jede Distribution funktioniert mit den gleichen Wegen. Aber beim Ausprobieren lernt man auch einiges über das System, über das OS usw.
Grüße Euch - Abgar
Soweit wie ich weiss ist Elektromigration (eine durch Spannung erzwungene Diffusion/Schaltung wird abgetragen) die Gefahr bei Digitalen Bausteinen. Senkt man also die Spannung wirkt man diesem Effekt sogar entgegen.
Die Senkung der Spannung hat aber nicht nur diese Auswirkung. Die Digitalen Zustände (0/1) sind schwerer zu unterscheiden, also eine Veringerung der Stabilität. Muss also das Rechenergebnis nicht unbedingt 100% zuverlässig sein (zB bei Spielen) ist ein Undervolting eine tolle Sache (bei mir 45min Gewinn). Hab früher viel Gebrauch davon gemacht. Da ich mit meinem M90 aber auch Videoschnitt betreibe und mir dabei sehr viele Codierfehler eingefangen habe, habe ich aber mein NHC deinstalliert.
Fazit:
Ist der Prozessor der größte Verbraucher im Notebook bringts viel, sonst lohnt es nicht.
Aber wenn doch:
Gaming, Internet/youtube --> Undervolting tolle Sache
Videoschnitt --> schlechte Idee
Gruß techcheck
Deshalb muss man bei UC ebenso wie OC eben die Stabilität des Systems testen.
Der PM in einem I8600 hat seit er bei mir ist noch NIE den vollen VCore erhalten, den Intel und Dell vorsehen.
Dennoch lief das Gerät jetzt über drei Jahre als Workstation OHNE einen einzigen Rechenfehler.
Was mich von den Verfechtern der "Undevolting erzeugt Schäden" Theorie mal interessieren würde: welcher Art sollen die Schäden denn genau sein?
Habt ihr auch Tests oder Berichte die das untermauern?
Wenn man die Suchmaschinen bemüht, findet man häufig die verheerendsten bis phantasievollsten Ansichten, die allesamt nicht auf Erfahrungen basieren. Da werden Kriechströme genau so rangezogen wie Behauptungen, die Herabsetzung der Spannung bewirke bei CPUs größere, hardwareschädigende Widerstände usw. Belege für real rückführbare Schäden fehlen völlig.
Was all die Verfechter zudem nicht bedenken: Die standardmäßige Spannung z.B. der CPUs soll in der Breite erst einmal für sichere Rechenleistung sorgen. Dabei geht man halt wegen der Fertigungstoleranzen auf Nummer Sicher und wählt ab Werk relativ hohe Spannungswerte. In der Regel kommen die CPUs aber mit niedrigeren und damit auch hardwareschonenderen Spannungen aus. Nur kann es bei allzu niedrigen Werten eben zu o.g. Problemen bei der Rechengenauigkeit kommen - eben wenn die Spannung Probleme bei den Schaltungen verursacht.
Nach der Pentium M-Generation hat man es bei Intel ja zudem recht eingegegrenzt. Die Dual-Core-CPUs bieten nicht mehr die wesentlich günstigeren Möglichkeiten ihrer Vorgänger. Das ist bedauerlich, wenngleich auch verständlich. Intel geht halt nach Schema F auf Nummer Sicher. Meine Meinung: Mehr Vertrauen in den Kunden! Soll er doch rumexperimentieren dürfen. Und für den Fall aller Fälle dürfte es doch möglich sein, der CPU eine Routine einzubauen, die vor unwahrscheinlichen Schäden schützen sollte... Ist bei den speziellen OC-CPUs doch ebenso möglich...
Grüße in den Abend - Abgar
@ Smörre
Ich habe meine Spannungen 13h getestet (ohne Fehler) und es treten trotzdem Fehler beim recodieren auf.
@Abgar
Du sprichst bestimmt von den Spannungen unter 0,95V. Das hat einfach wirtschaftliche Gründe gehabt. Als sich rumgesprochen hatte, dass die letzte P-M Generation drastisch undervolted werden konnte ,hat keiner mehr die LV oder ULV verbaut/gekauft. Ich vermute auch, dass die DTP hätte wesentlich niedriger angesetzt werden können, etwa 15W. Da hätte sich der Kunde aber schnell dran gewöhnt und sich dann beschwert das die Core Duos dann wieder 31W brauchten. Einfache Psychologie eben:D
Gruß techcheck
vBulletin® v3.8.2, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.